Es beginnt oft in den frühen Morgenstunden, wenn der Kaffee kalt ist und der Cursor auf dem leeren Bildschirm blinkt wie ein höhnischer Herzschlag. In diesen Momenten der Verzweiflung, in denen die akademische Laufbahn nicht wie ein Versprechen, sondern wie eine Drohung wirkt, greifen viele zur letzten verbliebenen Rettungsleine. Sie öffnen den Browser, die Finger zittern leicht, und sie tippen jene Worte ein, die das Ende ihrer eigenen Autorschaft markieren könnten: Sie wollen einen ghostwriter finden. Es ist kein Akt der Bosheit, sondern oft ein stummer Schrei nach Entlastung in einem System, das keine Schwäche duldet.
Wir leben in einer Ära der Optimierung, in der Bildung längst zur Ware verkommen ist und der Abschluss zum bloßen Zertifikat für den Arbeitsmarkt. Doch was passiert mit der Seele der Wissenschaft, wenn das Ergebnis wichtiger wird als der Prozess des Verstehens?